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Wenn das Haustier zu Hause stirbt: Die ersten praktischen Schritte

Wenn ein Haustier zu Hause verstirbt, ist das oft ein Schock. Diese Anleitung hilft Ihnen, in den ersten Stunden ruhig und würdevoll zu handeln.

Wenn das Haustier zu Hause stirbt: Die ersten praktischen Schritte

Wenn man feststellt, dass das geliebte Haustier zu Hause verstorben ist, herrscht oft eine schwere, drückende Stille. Selbst wenn man wusste, dass der Abschied bevorsteht, kann die Realität einen erst einmal lähmen. Vielleicht verspüren Sie den Drang, sofort jemanden anzurufen, oder Sie können sich gar nicht rühren. Beides ist völlig normal.

Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen

Das Wichtigste zuerst: Sie müssen nichts überstürzen. Solange keine anderen Haustiere oder Kinder im Haus sind, die durch die Situation stark belastet werden, können Sie so lange bei Ihrem Tier bleiben, wie Sie möchten. Nutzen Sie diese Zeit, um sich zu verabschieden, das Fell noch einmal zu streicheln oder einfach nur in der Stille beieinander zu sein. In den ersten ein bis zwei Stunden verändert sich der Körper kaum.

Praktische Versorgung des Körpers

Wenn Sie sich bereit fühlen, gibt es ein paar praktische Dinge zu tun, um Ihr Haustier würdevoll zu betten. Es ist hilfreich, dies eher früher als später zu tun, da die Totenstarre (Rigor mortis) nach einigen Stunden einsetzt.

  1. Bringen Sie das Tier in eine sanfte Position: Legen Sie es nach Möglichkeit auf die Seite in eine eingerollte Schlafposition. Ziehen Sie die Beine nah an den Körper heran. Das erleichtert später den Transport.
  2. Verwenden Sie Handtücher oder Unterlagen: Nach dem Tod entspannt sich die Muskulatur, wodurch Körperflüssigkeiten austreten können. Ein altes Handtuch oder eine saugfähige Unterlage unter der hinteren Körperhälfte hilft, alles sauber zu halten.
  3. Kühl halten: Wenn das Tier erst nach einigen Stunden abgeholt wird, sollte der Raum so kühl wie möglich sein. Schalten Sie die Klimaanlage ein oder betten Sie das Tier an einen kühleren Ort wie den Keller oder auf einen Fliesenboden. Wenn Sie über Nacht warten müssen, können Sie in Handtücher gewickelte Kühlakkus an den Rumpf legen.

Das Schließen der Augen

Viele Tierhalter empfinden es als belastend, dass die Augen nach dem Tod oft offen bleiben. Sie können versuchen, sie sanft zu schließen, aber oft bleiben sie nicht zu. Das ist ein rein muskulärer Vorgang und kein Zeichen dafür, dass das Tier nicht friedlich eingeschlafen ist. Manche legen ein kleines Tuch oder ein Lieblingsspielzeug über die Augen, wenn sich das besser anfühlt.

Die nächsten Schritte entscheiden

Sobald Sie sich etwas gefasst haben, müssen Sie entscheiden, wie es weitergeht. Je nach Tageszeit haben Sie verschiedene Möglichkeiten.

Den Tierarzt kontaktieren

Während der Sprechzeiten können Sie Ihren Tierarzt anrufen. Er kann Ihnen die Optionen erklären, die meist eine Sammel- oder Einzelkremierung umfassen. Oft werden Sie gebeten, das Tier in die Praxis zu bringen, manche Praxen bieten aber auch eine Abholung an.

Ein Tierkrematorium direkt beauftragen

Viele Tierbesitzer ziehen es vor, direkt mit einem Tierbestatter oder Krematorium Kontakt aufzunehmen. Diese Betriebe sind auf die Situation spezialisiert und begleiten Sie sehr einfühlsam. Meist kann eine Abholung direkt bei Ihnen zu Hause vereinbart werden.

Bestattung im eigenen Garten

Wenn Sie Ihr Tier im Garten begraben möchten, prüfen Sie vorab die örtlichen Vorschriften. In Deutschland gibt es je nach Bundesland und Wasserschutzzone unterschiedliche Regeln zur Tiefe des Grabes und zum Abstand zu öffentlichen Wegen. Wählen Sie einen Platz, der auch bei künftigen Gartenarbeiten ungestört bleibt.

Wenn es mitten in der Nacht passiert

Sollte Ihr Haustier spät nachts versterben und kein Notfalltierarzt erreichbar sein, ist es völlig in Ordnung, bis zum Morgen zu warten. Sorgen Sie für Kühlung und wickeln Sie das Tier in eine Decke. Sie können es in einem stabilen Karton an einem kühlen Ort wie der Garage oder dem Hauswirtschaftsraum unterbringen. Es mag sich seltsam anfühlen, das Tier dort zu lassen, aber es ist eine respektvolle und praktische Art der Versorgung bis zum nächsten Morgen.

Gehen Sie einen kleinen Schritt nach dem anderen. Es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“ bei Ihren Gefühlen, und es gibt keinen Grund zur Eile beim Abschied.

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Beginne in zwei einfachen Schritten: Erzähle die Geschichte, lade Fotos hoch und teile die Seite mit Menschen, die dein Haustier geliebt haben. PawMemora hält Kerzen, Nachrichten und Erinnerungen an Jahrestage an einem Ort.

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